| Kurze Dramen | ||||
|---|---|---|---|---|
| ab 10,00 EUR |
Dea Loher
UNSCHULD
Über das Stück
• viele gleichwertige Rollen
• in sich geschlossene, kleine Handlungsbögen
• von der wohl derzeit politischsten deutschen Autorin
Eine Stadt am Meer in Europa: Elisio und Fadoul sind illegale schwarze Immigranten. Sie kommen aus der Wüste, deshalb können sie nicht schwimmen. Nun haben sie eine Frau ins Meer gehen sehen und ihr nicht geholfen. Fadoul findet eine Plastiktüte voller Geld und lernt die blinde Stripperin Absolut kennen, die nackt für Männer tanzt, die sie sehen können. Frau Habersatt bittet um Vergebung für Taten, die sie nicht begangen hat. Franz hat eine Aufgabe fürs Leben gefunden, nämlich das Versorgen der Toten in einem Bestattungsunternehmen. Seine Frau Rosa möchte ein Kind von ihm. Rosas Mutter, Frau Zucker, hat Zucker und übergibt die Verantwortung für sich an Franz und Rosa, bei denen sie einzieht. Ella, eine alternde Philosophin, hat ihre Bücher verbrannt und glaubt nur noch an die Unzuverlässigkeit der Welt.
Große Besetzung ad libitum
Unterrichtsmaterial zu UNSCHULD bietet die Website des Siemens Arts Program zum kostenlosen Download an: http://www.siemensartsprogram.de/projekte/zeit-_und_kulturgeschichte/archiv/2006/kiss_theater_neu/schmidt.php
Über die Autorin:

Dea Loher wurde 1964 in Traunstein/Bayern geboren. Studium der Philosophie und Germanistik in München. Lebt in Berlin.
Theaterstücke:
Olgas Raum
Tätowierung
Leviathan
Fremdes Haus
Blaubart-Hoffnung der Frauen
Adam Geist
Manhattan Medea
Klaras Verhältnisse
Der dritte Sektor
Magazin des Glücks
Das Leben auf der Praca Roosevelt
Das letzte Feuer
Preise und Auszeichnungen:
1991 Dramatikerpreis der Hamburger Volksbühne für Olgas Raum
1993 Playwrights Award des Londoner Royal Court Theatre für Olgas Raum
1993 Goethepreis der Mülheimer Theatertage für Tätowierung
1993 Preis der Frankfurter Autorenstiftung
1993 und 1994 Wahl zur Nachwuchsdramatikerin in Theater heute
1995 Fördergabe des Schiller Gedächtnispreises von Baden-Württemberg
1997 Jakob Michael Reinhold Lenz-Preis der Stadt Jena für Adam Geist
1997 Gerrit-Engelke-Literaturpreis der Stadt Hannover
1998 Mülheimer Dramatikerpreis für Adam Geist
2005 Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis
2006 Bertolt-Brecht-Preis
Pressestimmen:
"Dea Loher versammelt in UNSCHULD, einem der schönsten Dramen der letzten Zeit, eine kleine Gesellschaft von Selbstmordkandidaten und Gemeinschaftssehnsüchtigen, Verzweifelten und Verstrickten, ein irrlichtendes Häuflein von Schuld-, Tod- und Schicksalsuchern, so skurril wie hart an der Realität." Frankfurter Rundschau
"Eine poetische Elegie von sprachlicher Schönheit und Kraft, getragen von dunkler Wehmut ebenso wie von sarkastischem Grimm. Die letzte oder vielleicht erste politische Autorin unserer Zeit. Jetzt da der Hedonismus aufgebraucht und Pop ein Anachronismus ist, ist die Zeit ganz auf der Höhe von Dea Loher." Süddeutsche Zeitung
"In 19 kleinen Geschichten skizziert Dea Loher diese gesellschaftlichen Grenzgänger und Wirrköpfe. Zeigt traurige und komische Ausschnitte aus deren Leben. Zeigt Alltag, Krankheit und Tod. Erzählt von ihren Sehnsüchten, ihrer Schuld und, nicht zu vergessen, ihrer Unschuld. Im Lauf des Stücks begegnen sich alle Figuren wieder, ihre Schicksale vernetzen sich und werden schließlich zu einer ganzen Geschichte - einer über die Tristesse der Gegenwart." Der Tagesspiegel
"Ein Höhepunkt der Gegenwartsdramatik." Die Welt